Aufstellungen

Aufstellungen können eine tiefgreifende Erfahrung sein, bei der Gefühle und Bindungen eine große Rolle spielen und die sich mit Worten nur schwer beschreiben lässt. Wissenschaftlich gibt es nur ungenügende Erklärungsmodelle. Trotzdem funktioniert es.

Am besten ist es, die Erfahrung selbst zu machen und einmal dabei zu sein.

Die Methode des Aufstellens wurde ursprünglich von Bert Hellinger entwickelt. Manche, die Bert Hellinger kennen lernten, kreierten ihre eigenen Aufstellungsformen, wie beispielsweise Prof. Dr. Franz Ruppert oder Corinna Grund. Sie haben meine Arbeit maßgeblich beeinflusst, besonders Corinna Grund als meine Lehrerin.

Für Aufstellungen mit Stellvertretern braucht man eine Gruppe von Menschen. Der Aufstellungsleiter bespricht mit dem Aufstellenden das Thema der Aufstellung. Nachdem dieses deutlich ist, werden aus der Gruppe der Teilnehmer/Teilnehmerinnen Stellvertreter für die Aufstellung ausgesucht. Der Aufstellende platziert sie nach seinem Gefühl im Raum und setzt sich wieder in den Kreis der Teilnehmer/Teilnehmerinnen zurück. Bei manchen Aufstellungen bleibt der Aufstellende auch selbst in der Aufstellung.

In der Regel werden am Anfang nur wenige Stellvertreter ausgesucht. Je nach Thema wird entweder mit dem Gegenwartssystem (Partner/Partnerinnen, Kindern oder Kollegen) oder dem Herkunftssystem (Eltern, Geschwister oder Großeltern) des Klienten begonnen.

Wenn der Aufstellende die Stellvertreter im Raum platziert hat, beginnen die Stellvertreter etwas wahrzunehmen, was zu der entsprechenden Position und der Aufstellung gehört. Meist handelt es sich um Gefühle, Empfindungen und Gedanken der dargestellten Personen, die als authentisch erlebt werden.

Wenn bei einer Aufstellung eine gute Lösung gefunden wurde, können alle Beteiligten eine befreiende und stärkende Wirkung spüren. Die Lebenskraft ist wieder lebendig spürbar.